Freitag, 7. November 2008

Gully.to: Webhoster setzt siebentägige Frist und droht mit Abschaltung (Update: 08.11.2008)

Am gestrigen Donnerstag hieß es wieder einmal mehr im offiziellen Gully.to-Blog: „Der Server ist nicht erreichbar - wir arbeiten daran.“ Und obwohl vor etwa einer Woche der Webhoster und damit ebenfalls der Server gewechselt wurde, gibt es erneut Probleme mit der Erreichbarkeit. Keineswegs grundlos, wie Gulli 2 Gully vor wenigen Stunden erfuhr.

In einer - uns exklusiv vorliegenden - E-Mail äußerte sich der Webhoster (ANEXIA GmbH) gegenüber Gully.to: „Anfangs dachten wir nicht, dass es um solche Inhalte geht. Wir hatten uns testweise registriert und mussten grobe Urheberrechtsverletzungen feststellen. Daher haben wir unseren Kunden aufgefordert, alles innerhalb von sieben Tagen zu entfernen.“ Weiterhin gibt Alexander Windbichler (Geschäftsführer) die Vorgehensweise deutlich zu verstehen: „Sollte dies nicht erfolgen, wird der Server - um weitere Urheberrechtsverletzungen zu unterbinden - abgeschaltet.“

So erhalten nach lediglich einer Woche die Zweifel am österreichischen Webhoster nicht nur ihre Bestätigung - trotz aller Rechtfertigung des gewählten Standortes - sondern lassen auch immer mehr an den administrativen Entscheidungen und Personen - und deren Kompetenz zweifeln.

Anscheinend stellen grundlegende Anforderungen (Anonymität, Sicherheit, etc.) die Gulli-Klone auch weiterhin vor unlösbare Probleme. Es bleibt spannend!

Siehe auch: BoerseBZ: Die Antworten

Aktuell (8. November 2008): Inzwischen wurde der nötige Wechsel des Webhosters im Gully.to-Diskussionsforum zugestanden. Gulli2Gully liegt zudem eine kurze Stellungnahme des Webhosters vor. In dieser heißt es: „Wir haben unseren Kunden informiert, dass es solche Postings gibt und das ein Hosting bei uns so nicht möglich ist. [...] Mit der siebentägigen Frist wurde eine faire und rechtlich korrekte Lösung gefunden.“

In eigener Sache: Die Redaktion stand bis zum Erhalt der E-Mail in keinem Kontakt mit der ANEXIA GmbH. Ausserdem lag es zu keinem Zeitpunkt in unserem Interesse, Dritte auf etwaige Urheberrechtsverletzungen aufmerksam zu machen. Hingegen liegt es im Interesse, E-Mails vertraulich zu behandeln. Aufgrunddessen und aufgrund des Wunsches unserer Quelle, wurden die Informationen nur sinngemäß und nicht 1:1 wiedergegeben. Danke für Euer Verständnis und für die Einsendung der E-Mail.

Siehe auch: Gully.to: 150 Abuse-Meldungen an die EPAG Domainservices GmbH

Empfehlung für unsere voreingenommenen „Leser“: Gulli 2 Gully aus unterschiedlichen Perspektiven

Mittwoch, 29. Oktober 2008

BoerseBZ: Die Antworten (Teil 1) (Update: 30.10.2008)



Am 7. Oktober begann Gulli 2 Gully die Recherche zu BoerseBZ und konnte diese bereits nach wenigen Stunden erfolgreich beenden. Aufgrund der DDoS-Angriffe und der daraus entstandenen elftägigen Ausfalldauer (11. Oktober bis 22. Oktober), war es jedoch nicht mehr möglich, Querverbindungen genauer zu prüfen. So wurde die Redaktion zum Zuschauer des Geschehens und sammelte währenddessen weitere Hinweise.

Empfehlung an dieser Stelle: Exklusiv: Interview mit Herrn Hacker zu BoerseBZ

Während GulliBZ keine Namen aufführte, sollte Anonymität bei BoerseBZ eine untergeordnete Rolle spielen. Neben den dargestellten Administratoren - von denen .lim3 jedoch zur Mitglieder-Gruppe zählt - wurden außerdem die Techniker Sergej und Dmitry (1) in der Ukraine genannt.

NiLUX und jOker registrierten sich am 9. September und unmittelbar nach Installation der vBulletin-Software. Charlie71 (27. September) und .lim3 (25. September) hingegen erst nach Integration der HTML-Backups (ca. 120 000 Themen und 50 000 Mitglieder) und damit zwei bis drei Wochen später. Mit hOmEr (30. September) folgte der fünfte Administrator als BoerseBZ bereits öffentlich zugänglich war. Anhand der zeitlichen Abstände zwischen den Registrationen der Administratoren, die sich ebenfalls in den Account-IDs widerspiegeln, war die Grundlage zur Recherche geschaffen:



Weiterlesen ...NiLUX (Linux) und Charlie71 (Rack / Server) ergaben demnach eine Person; jOker, (hOmEr) und .lim3 könnten - entsprechend - eine weitere Person darstellen (1). Die Redaktion legte sich daher auf Charlie71 und .lim3 fest. Ferner schienen die anderen Namen wenig speziell und lieferten zu viele Suchergebnisse.

Ein paar Minuten nach den Überlegungen wurde die Annahme bestätigt:



Quellen: 2x4.ru (Charlie71), ICQ (NiLUX) (Am 7. Oktober: ñï£ûx)

Aufgrund der Anfrage im 2x4.ru-Diskussionsforum (Offline?) wurden ebenfalls die Zweifel - an der offiziell genannten Hardware - von Herrn Hacker bestätigt. Außerdem konnten einige der gefundenen Themen (erstellt durch charlie71) einen Zusammenhang mit GulliBZ nahe legen, wenn auch (noch) nicht beweisen:


Dennoch gelang es Herrn Hacker den Zusammenhang zu beweisen. Eine Yahoo-Suche konnte den entscheidenden Hinweis liefern:



Die Suche nach Xclusiv3 stellte sich gegenüber der Suche nach den BoerseBZ-Administratoren (Namen) im Gulli-Board als deutlich aufschlussreicher dar. Gulli 2 Gully hat daher die interessantesten Kommentare von Xclusiv3 zusammengefasst:



(1) Wird im zweiten Teil nachgereicht.

(2) Weiterhin ergab die Suche nach Xclusiv3 im Gulli-Board ein Thema zu Layerking: Unter jener Web-Adresse (layerking.com (Google-Cache)) führte der Quellcode zu nucode.de (Google-Cache) und darauf zur o. g. ICQ-Nummer von NiLUX:



Anmerkung: Am 15. Oktober wurden im BoerseBZ-IRC persönliche Daten (Anschrift, XING-Profil, ...) von Xclusiv3 (u. a. bekannt als NiLUX und Charlie71) veröffentlicht.

Anmerkung: Cheers (Such-Tipp)

Anmerkung: Newsbox.cc - Xclusiv3 im Interview zu Layerking (Google-Cache)

Bisherige Artikel zu BoerseBZ:

- BoerseBZ: Nach nur elf Tagen wieder zurück (Chronologie)
- BoerseBZ und das rätselhafte DNS-Update
- Exklusiv: Interview mit Herrn Hacker zu BoerseBZ

Gulli 2 Gully aus unterschiedlichen Perspektiven

Gulli 2 Gully aus Sicht ...

der Leservom Hören & Sagender Redaktion

Donnerstag, 23. Oktober 2008

BoerseBZ: Nach nur elf Tagen wieder zurück (Chronologie) (Update: 27.10.2008)


Quelle: BoerseBZ-Blog

Empfehlung der Redaktion: Spiegeln will gelernt sein (Punkt 4).


Quelle: BoerseBZ-Blog

Nach so viel Arroganz kam der Absturz - entsprechend - umso dicker:

Weiterlesen ...27.09.2008: BoerseBZ geht online und NiLUX nennt zwei Web-Server (Q6600, 4 GB RAM), einen Datenbank-Server (E8400, 8 GB RAM) und einen Load-Balancer in der Ukraine. (Quelle: BoerseBZ)
Redaktion: Wir haben Zweifel an der Hardware, die - nach eigener Aussage - monatlich etwa 700 Euro kostet.

12.10.2008: Die Firewall sperrt den Zugang zu BoerseBZ aufgrund der DDoS-Angriffe. (Quelle: BoerseBZ-Blog)
Redaktion: Vielleicht wurde der Zugang sogar durch den Hoster (Data-Xata) gesperrt.

12.10.2008: Ein zusätzlicher Web-Server in Russland (St. Petersburg) soll die vorhandene Technik ergänzen. (Quelle: BoerseBZ-Blog)
Redaktion: Wenn zwei leistungsstarke Web-Server nicht gegen die DDoS-Angriffe standhalten können, wird das Problem mit einem dritten Web-Server auch weiterhin bestehen.

13.10.2008: BoerseBZ plant die Anschaffung einer Top-Layer-Firewall für 2000 Euro. Die Firewall soll in 24 Stunden einsatzbereit sein. (Quelle: BoerseBZ-Blog)
Redaktion: Wir haben Zweifel an der Aussage, denn die Firewall kann nicht gleichzeitig in der Ukraine und in Russland stehen. Zudem kostet das kleinste IPS („Intrusion-Prevention-System“) von Top Layer Networks etwa 15 000 USD.

13.10.2008: Die Integration der Firewall verzögert sich aufgrund von Lieferschwierigkeiten um weitere 36 bis 48 Stunden. Ein Ausweich-Server wurde bestellt. (Quelle: BoerseBZ-Blog)
Redaktion: In der Ankündigung hat sich NiLUX ein wenig vertan, denn er schrieb (wörtlich): „Ein Ausweich-Server wurde zwar bestellt, dieser wären aber nicht schneller verfügbar als die Firewall [...].“ Natürlich können die drei Server in der Ukraine nicht einfach durch einen ersetzt werden. Doch NiLUX hat sich in seiner weit ausgedehnten Wahrheit verhauen. :-)

19.10.2008 (~ 00:30 Uhr): Die Firewall lässt noch immer auf sich warten. NiLUX richtet einen alternativen Server ein und BoerseBZ soll in den nächsten Stunden wieder funktionieren. (Quelle: BoerseBZ-IRC)
Redaktion: Hurra! BoerseBZ soll in den nächsten Stunden online gehen. Top Layer Networks konnte vermutlich noch nichts mit den 2000 Euro anfangen.

19.10.2008 (~ 00:45 Uhr): Laut NiLUX wird der neue Server durch ProxyShield geschützt. (Quelle: BoerseBZ-IRC)
Redaktion: In 15 Minuten wurde aus dem „alternativen Server“ der „neue Server“. Mit ProxyShield wird der Traffic zunächst an eine IP von GigeSERVERS / GloboTech Communications gesendet, dort gefiltert und anschließend an die tatsächliche Server-IP (z. Bsp. in der Ukraine) weitergeleitet. Der neue Server steht allerdings bei GloboTech Communications / GigeSERVERS und daher ergibt ProxyShield eigentlich keinen Sinn („Firewall + Marketing“).

19.10.2008 (~ 19:45 Uhr): Es muss nur noch die Datenbank importiert werden. (Quelle: BoerseBZ-IRC)
Redaktion: BoerseBZ kommt jetzt ohne dedizierten Datenbank-Server aus.

19.10.2008 (~ 23:00 Uhr): Der Server und die Firewall sind bereits online. Es fehlt nur noch das DNS-Update der Domains (geschätzte Dauer: 12 bis 24 Stunden). (Quelle: BoerseBZ-IRC)
Redaktion: Die IP-Adresse ist zu diesem Zeitpunkt noch geheim und kann nicht der Öffentlichkeit mitgeteilt werden. Die Top-Layer-Firewall ist zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten.

21.10.2008: Es wurde ein zweiter Server in Kanada (Haupt-Server: Ukraine, Ersatz-Server: Kanada) eingerichtet und eine Firewall wurde installiert. (Quelle: BoerseBZ-Blog)
Redaktion: Ebenfalls vergessen hat NiLUX seine ausgedehnte Wahrheit und schreibt daher nur noch von einem Server in der Ukraine und in Kanada. Der neue Server wurde wieder zum Ersatz-Server degradiert.

21.10.2008: BoerseBZ wird zu BoerseAM (boerse.am), da der Domain-Registrar von boerse.bz kurzfristig verschwunden ist. (Quelle: BoerseBZ-Blog)
Redaktion: Aus Gründen der Geheimhaltung kann die IP-Adresse nicht genannt werden. Die Domain gulli.bz (anderer Domain-Hoster) kann zudem aus unerfindlichen Gründen nicht aktualisiert werden.

22.10.2008 (~ 23:00 Uhr): Es gibt zwar Probleme mit dem Domain-Registrar von boerse.am, doch die Website (BoerseBZ) läuft bereits. (Quelle: BoerseBZ-IRC)
Redaktion: Die IP-Adresse unterliegt weiterhin der Geheimhaltung.

23.10.2008: BoerseBZ ist nach 11 Tagen wieder erreichbar.
Redaktion: Innerhalb weniger Stunden war es möglich, die Domains boerse.bz und gulli.bz - ohne Probleme - zu aktualisieren (DNS-Update). Allerdings ist BoerseBZ derzeit nur unter dem kanadischen Ersatz-Server erreichbar. Der ukrainische Server ist ebenfalls wieder online und sollte ProxyShield zum Einsatz kommen, müsste der komplette Traffic vom jeweiligen Nutzer nach Kanada und danach in die Ukraine und auf dem selben Weg wieder zurück geroutet werden.

Meinung der Redaktion: Es gab nur einen Server in der Ukraine. Es gab keine Firewall von Top Layer Networks und es gab keinen Server in St. Petersburg. BoerseBZ musste den Server wechseln, weil Data-Xata keine Hardware-Firewall anbot und die DDoS-Angriffe kein Ende nahmen. Ohnehin waren die A-Einträge der Nameserver (zu gulli.bz und boerse.bz) längst entfernt. Anscheinend zogen es die Betreiber vor, das Vertrauen der Mitglieder zu verspielen, statt bei der Wahrheit zu bleiben.

Quelle (BoerseBZ-Blog): Leider nicht mehr verfügbar. Wir haben jedoch eine aktuelle Sicherung.

Quelle (BoerseBZ-IRC): Erreichbar unter irc.seilen.de (#boersebz). Einige der Aussagen wurden im Gulli-Board zitiert.

27.10.2008: Wir stellen Euch die Sicherung der Aussagen - im BoerseBZ-Blog und BoerseBZ-IRC - zur Verfügung:

BoerseBZ-Blog (Sicherung): http://img3.imagebanana.com/img/b0bmyiq/bbz_blog_backup.png

BoerseBZ-IRC (Sicherung): http://rafb.net/p/ukPb8K91.html

Geht Valentin Fritzmann gegen myGully vor?

In unserem letzten und vorletzten Artikel zu myGully, konnten wir die Verbindung zwischen myGully und anderen Websites (ROM-FREAKs.NET, GAME-FREAKs.NET, ...), über deren Betreiber herstellen. Während myGully noch immer werbefrei angeboten wird, wird unter den anderen Websites Layer-Werbung von Firstload eingeblendet.

Was zum damaligen Zeitpunkt niemand ahnen konnte: Knapp zwei Wochen später stellt sich Valentin Fritzmann, dessen Vater - Robert Fritzmann - Firstload betreibt, als neuer Eigentümer der Gulli-Plattform in selbiger vor.

Zitat: „Wir möchten allen potenziellen Vertragspartnern und Rechteinhabern ganz offiziell entgegentreten. Es ist unser Wunsch mit den Vertretern der Musik-, Spiele-, Filmindustrie in einen offenen Dialog zu treten. [...] Ein umfangreiches Fachgespräch mit der GVU befindet sich in Vorbereitung.“

Quelle: Gulli-News (Das Versteckspiel hat endlich ein Ende!)

Sollte sich zwischen den Aktivitäten von Robert und Valentin Fritzmann eine grössere Verbindung herausstellen, welche - möglicherweise - bereits die Schließung der Gulli-Börse mit sich zog, wären myGully (und deren Betreiber) in einer sehr schwierigen Position. Schließlich dürften Name und Anschrift bei Firstload bekannt sein.
Montag, 20. Oktober 2008

BoerseBZ und das rätselhafte DNS-Update (Update: Jetzt BoerseAM)

Eine fixe Angabe zur Dauer des DNS-Updates ist nicht möglich, da diese von den Aktualisierungs-Intervallen - der einzelnen Nameserver im Internet - abhängig ist. „Zwei Stunden bis zwei Tage (Extremfall)“ wäre eine relativ zutreffende Antwort, wenn es eine Aktualisierung gegeben hätte; denn die gab es bisher nicht:

Fragen wir den - primär autoritativen - Nameserver dns1.name-services.com (L1) zu boerse.bz ab, so erhalten wir keinen A-Eintrag in der zurückgegebenen Zonen-Datei (L2). Aber ein solcher Eintrag ist zwingend nötig, um boerse.bz auflösen und auf den entsprechenden Server weiterleiten zu können.

Quelle (L1): http://belizenic.bz/cgi-bin/Registrar_YTest?action=whois&action2=whois&domain=626f657273652e627a

Quelle (L2): http://network-tools.com/nslook/Default.asp?domain=boerse.bz&server=dns1.name-services.com

So lange unter den o. g. URLs keine Änderung (Aktualisierung) der zurückgegebenen Informationen eintritt, wird das Drücken der F5-Taste keinen Erfolg zeigen (Server nicht gefunden).

Weiterlesen ...Aktuell (21.10.2008, 12:00 Uhr): Aus BoerseBZ wird BoerseAM

Angeblich hat sich der Domain-Hoster von boerse.bz in den vergangenen Stunden und kurz nach dem angeblichen DNS-Update aus dem Staub gemacht. Merkwürdig, denn die Nameserver sind noch immer dieselben (L1) und eine Erklärung, weswegen das DNS-Update - welches 36 Stunden zurückliegt - nicht durchgeführt wurde, liefert das Verschwinden nicht. eNOM (L3) ist sicherlich nicht verschwunden und so bleibt nur die Schlussfolgerung, dass es kein DNS-Update gab. Denn derartige Aktualisierungen werden ohnehin automatisch und in Echtzeit durchgeführt und sind - zumindest auf dem primär autoritativen Nameserver - kurzfristig verfügbar.

Quelle (L3): http://www.enom.com/aboutus.asp

Sobald die WHOIS-Abfrage zu boerse.am nicht mehr „No such domain name.“ zurückgibt, kann das Drücken der F5-Taste wieder in Betracht gezogen werden. :-)

Anmerkung der Redaktion: Wir vermuten, mit den Ankündigungen der letzten Tage, sollte nur Zeit gewonnen werden. Ansonsten hätten die BoerseBZ-Betreiber die Domain gulli.bz längst aktualisiert.

Anmerkung zur Firewall: BoerseBZ nennt die Summe von 2000 Euro für (irgend)eine Firewall von Top Layer. Nach unseren bisherigen Erkenntnissen kosten die IPS-Lösungen von Top Layer Networks mindestens 15 000 USD. Zudem nannte NiLUX am 20. Oktober - im offiziellen BoerseBZ-IRC - ProxyShield als Antwort auf DDoS-Angriffe.

Wer immer mehr Zweifel an den Aussagen von NiLUX bekommt, dem sei unser letzter Artikel zu BoerseBZ empfohlen.

Gulli: INQNET GmbH und Valentin Fritzmann (Update #2)

Gulli wechselt den Besitzer

In den vergangenen Monaten stand - nach außen - der Community-Verein hinter Gulli. Spätestens seit dem 16. Oktober 2008 wissen wir: Gulli wurde im Februar von der fliks it-solutions GmbH in Bochum an die INQNET GmbH in Wien verkauft. Zudem wechselten einige der Administratoren, z. Bsp. Tigermaus, ebenfalls zur INQNET GmbH.

Mit dem speziell gegründeten Community-Verein sollte neben der INQNET GmbH die Gulli-Börse vor rechtlichen Problemen geschützt werden. So weit uns jedoch bekannt ist, waren die regelmäßigen Abmahnungen - die Rede war von bis zu 15 000 Euro - nicht mehr tragbar und die Börse wurde zum 12. August 2008 geschlossen.

Sichtlich ebenso überrascht und einige Tage nach der Schließung, versuchte die fliks it-solutions GmbH mit boerse.to eine Alternative zur geschlossenen Gulli-Börse anzubieten. Als Grundlage dienten knapp 10 000 Themen der Börse, die aus HTML-Backups eingelesen wurden. Doch die fliks it-solutions GmbH flog mit boerse.to auf und gab das Projekt kurzum an den Community-Verein ab.

Weiterlesen ...Es folgte die Ankündigung, boerse.to und ein vollständiges Backup der geschlossenen Börse (spendiert von Sandler) an eine ungenannte Person weiterzureichen. Bis heute hat sich an dieser Aussage unter boerse.to nichts geändert und offiziell gibt es keine weitere Stellungnahme. Daher können wir davon ausgehen, dass es für boerse.to keine Zukunft mehr geben wird. Zudem schwindet der Nutzen eines Backups - durch Alternativen und Löschung der Angebote (Stichwort: AbuseCrew) - täglich.


Valentin Fritzmann stellt sich vor

Am 17. Oktober 2008 stellte sich Valentin Fritzmann, Eigentümer der INQNET GmbH, offiziell im Gulli-Board vor und räumte zugleich Fehler in seiner bisherigen Laufbahn ein. Denn Valentin Fritzmann ist im Internet keine unbekannte Person und so reichen die Informationen bis hin zu Warnungen vom Verbraucherschutz.

Gulli 2 Gully hat sich an dieser Stelle vorerst entschieden, keine weiteren Informationen zur Vergangenheit von Valentin Fritzmann zu recherchieren, da bereits genügend Informationen zur Verfügung stehen (s. u.). Außerdem können wir nicht entscheiden, ob ihr dem Gulli-Board treu bleiben sollt. Die Plattform hat ohnehin an Attraktivität durch die Schließung der Börse verloren; dennoch bietet der Wegfall einen Neuanfang und eine interessante Neuausrichtung an.

„Die INQNET GmbH und deren Firmengruppe führt mehrere Projekte [...] werden jährlich weitere Unternehmen und Produkte akquiriert, sowie neue entwickelt. Die Haupttätigkeit der INQNET GmbH liegt jedoch eindeutig in gezielten Übernahmen und somit der Erweiterung des Unternehmens. Es stehen dafür jährlich achtstellige Summen zur Verfügung.“

Prinzipiell stellt die INQNET GmbH daher keinen schlechten Eigentümer - von der (zweifelhaften) Börsen-Trennung abgesehen - dar. Auch wenn die Schließung unter Randolf Jorberg ebenso wahrscheinlich gewesen wäre, so drängt sich dennoch die Frage auf, warum es für Robert Fritzmann (Vater) kein Problem darstellt, den USENET-Anbieter Firstload zu betreiben (?).

  • Welche Auswirkungen hat die Verbindung zwischen Valentin und Robert Fritzmann zukünftig für Gulli? Und fällt die Schließung der Börse und damit die Beseitigung unliebsamer Konkurrenz - zu Firstload - unter diese Auswirkungen?
  • Warum war es für Valentin Fritzmann nicht möglich, wie z. Bsp. für Firstload, mit dem Gulli-Projekt ins weit entfernte Ausland zu ziehen?


Gulli 2 Gully empfiehlt folgende literarische Werke:

Im Gulli-Board von: MissRaten, Sandler (Valentin Fritzmann), *speed, Toady, Waldmensch78

Bei onesworld: Diskussion zu Gulli und Valentin Fritzmann

Wir stehen für Anfragen aller Art - unter der bekannten E-Mail-Adresse - zur Verfügung.
Dienstag, 14. Oktober 2008

Exklusiv: Interview mit Herrn Hacker zu BoerseBZ (Update)

Anfang Oktober: Aus GulliBZ wird BoerseBZ und nachdem wir Euch keinen Artikel zu GulliBZ lieferten, wollen wir dies mit BoerseBZ nachholen. GulliBZ startete als Backup-Zentrale und stellte zunächst 280 000 und kurz darauf 370 000 Themen der ehemaligen Gulli-Börse zur Verfügung. Doch ein großer Teil der Themen war redundant, denn die Gulli-Börse zählte zwischen 130 000 und 300 000 Themen. Je nachdem welche Bereiche (Suche / Biete / Diskussion) in die Zählung einfließen.

BoerseBZ stellt rund 120 000 Themen zur Verfügung und liegt damit auf dem Niveau von myGully und dem bekannten Offline-Backup. Neben den Themen wurden ebenfalls die Benutzernamen aus den HTML-Backups in die SQL-Datenbank eingelesen. So konnte BoerseBZ zum Start mit fast 50 000 Accounts aufwarten. Jedem Benutzer wurde das Passwort „4gulli“ und eine interne E-Mail-Adresse (Benutzername@boerse.bz) zugewiesen. Als Diskussionsplattform kommt übrigens vBulletin von Jelsoft zum Einsatz.

[ 900 x 700 px ]Wie alle Alternativen leidet auch BoerseBZ unter DDoS-Angriffen und teilte daher am 13. Oktober mit, eine Firewall von TopLayer für umgerechnet 2000 Euro anzuschaffen. Zudem fallen monatlich knapp 450 Euro (oder mehr) für die drei genannten Server an. Außerdem soll die Technik um einen vierten Server in St. Petersburg ergänzt werden.

Mit dem Wechsel von GulliBZ zu BoerseBZ und dem neuen Auftritt (Design / Datenbank) kamen erneut Gerüchte auf, dass hinter dem Projekt die ehemaligen Gulli-Betreiber (fliks) stecken. Bisher konnte jedoch niemand einen Beweis für diese Annahme vorlegen. Die Redaktion von Gulli 2 Gully hat sich daher mit Herrn Hacker zu einem Gespräch über BoerseBZ getroffen.

Weiterlesen ...Redaktion: Hallo Herr Hacker!

Herr Hacker: Hallo!

Redaktion: BoerseBZ nennt als Hardware zwei Web-Server (Intel Q6600, 4 GB RAM), einen Datenbank-Server (Intel E8400, 8 GB RAM) und einen Load-Balancer in der Ukraine. Zusätzlich soll eine Hardware-Firewall und ein weiterer Server in St. Petersburg hinzukommen. Was halten Sie von dieser Konfiguration?

Herr Hacker: Im BoerseBZ-Blog war zu lesen „[...] mit einem Server-Upgrade verzeichnete unsere Firewall einen SYN/ACK-Flood [...]“. Ich frage mich schon länger, ob die Jungs wirklich drei oder nur einen Server gemietet haben. Denn bisher war BoerseBZ immer unter der selben IP-Adresse (91.197.130.40) zu erreichen, was nicht für einen funktionierenden Load-Balancer spricht. Außerdem kann sich die angekündigte Hardware-Firewall nicht gleichzeitig in Russland und in der Ukraine befinden. Daher frage ich mich nach dem Sinn, einen weiteren Server in St. Petersburg zu mieten.

Redaktion: Haben Sie dafür eine Erklärung?

Herr Hacker: Ich könnte mir vorstellen, die Jungs hatten bei Data-Xata nur (temporär) einen Server und wechseln jetzt zu einem anderen Hoster mit Hardware-Firewall. Data-Xata bietet offensichtlich keine Hardware-Firewall von TopLayer an und der Nameserver von boerse.bz enthält derzeit keinen A-Eintrag. Zu gulli.bz wird ein A-Eintrag (Wikipedia) mit der IP-Adresse 63.247.91.251 (Namecheap-Hosting, Header-Weiterleitung zum BoerseBZ-Blog) zurückgegeben.

Redaktion: BoerseBZ nennt offiziell vier (NiLUX, Charlie71, .lim3, jOker) bzw. - nicht offiziell - fünf (hOmEr) Administratoren und zwei (Sergej, Dmitry) Techniker. Was halten Sie von dem Team?

Herr Hacker: Die Jungs handeln viel zu auffällig und fühlen sich darin auch noch sicher. Ich könnte wetten, einige der genannten Administratoren gehören einer Person und die beiden Techniker hören sich mehr erfunden als real an. Mit den vielen administrativen und technischen Accounts soll das Projekt fundiert und überzeugend wirken. Doch was dahinter steckt, haben wir nach dem ersten DDoS-Angriff gesehen: Die Blase droht zu platzen.

Redaktion: Dennoch mussten 120 000 Themen und 50 000 Accounts in die Datenbank eingepflegt, sowie das Gulli-Design und viele administrative und technische Aufgaben erledigt werden!

Herr Hacker: Mag sein, trotzdem stellt das Einlesen der Themen und Accounts für einen erfahrenen Programmierer kein großes Problem dar, zumal das Einlesen in die SQL-Datenbank weitestgehend automatisiert abläuft. myGully und die Jungs vom Offline-Backup haben einen ähnlichen Aufwand gehabt und diesen vor längerer Zeit ebenfalls gemeistert.

Redaktion: Wir bedanken uns für das Gespräch.

Herr Hacker: Die Macht ist mit Euch!

Im nächsten Artikel - zu BoerseBZ - werden wir näher auf die Aussagen von Herrn Hacker eingehen.
Montag, 13. Oktober 2008

BoerseBZ - bleibt™ online, bald™ mehr



Quelle: gulli wars™ (S. 231) (li.), BoerseBZ-Blog (re.)

Mit bleibt™ wird zwar eine spezielle Gulli-Eigenheit im BoerseBZ-Blog verwendet, dennoch können wir Euch versichern, dass es zwischen den ehemaligen Gulli-Betreibern (fliks) und BoerseBZ keinen erkennbaren Zusammenhang gibt. Wir gehen von einer Anspielung bzw. einem Scherz aus und fliks würde sicherlich die Fehler mit boerse.to kein zweites Mal wiederholen.

Merkwürdig fällt hingegen die Registrierung der Domain boersebz.de durch fliks auf. Da wir keine sinnvolle Erklärung - zu welchem Zweck die Domain registriert wurde - finden können, haben wir bei fliks nachgefragt. Wir informieren Euch, sobald uns eine Antwort vorliegt.

Aktuell steht BoerseBZ unter einem DDoS-Angriff und ist daher nicht erreichbar. Mehr Informationen bekommt Ihr im offiziellen BoerseBZ-Blog unter http://boersebz.blogspot.com/.

Zitat: „Wir sind wohl einfach zu gut - dabei haben wir doch allen Amateur-Foren mehr als drei Wochen Zeit gelassen was anständiges auf die Beine zu stellen!?“

Quelle: BoerseBZ-Blog

Angesichts der o. g. Worte wollen wir auf unseren kommenden Artikel zu BoerseBZ verweisen, der hoffentlich bis zum Mittwoch fertiggestellt ist.
Sonntag, 12. Oktober 2008

Alle Gulli-Börsen-Alternativen im Überblick - Update (25.10.2008)



Anklicken! :-)

Danke für die Idee (unter den Kommentaren).